Mit der Schufa professionell umgehen

Mittwoch, 26. Mai 2010

Was ist das gefährliche an den Schufa-Daten?

Kaum ein Verbraucher weiß, welche Daten die Schufa über ihn gespeichert hat. Immerhin sind von ca. 65 Millionen Personen Daten gespeicherten und erfasst. Die Zahl der Eigenauskünfte liegt bei ca. 1,3 bis 1,4 Millionen. Das hat den Anschein, dass die Verbraucher kein übermäßiges Interesse daran haben, über ihre Schufa-Daten bescheid zu wissen.

 

Im Klartext heißt dass, der Verbraucher nimmt an, dass die Daten bei der Schufa vollkommen korrekt sind. Wer nimmt schon an, dass „falsche“ Daten über ihn existieren könnten, bei so einem in der Öffentlichkeit stehenden Unternehmen?

So mancher Verbraucher wird dann sanft oder etwas ruppiger aus seinem Schlaf geweckt, wenn:

die neue Bank ihm verweigert, ein Konto zu eröffnen,

der Kredit gekündigt oder gar nicht erst erteilt wird,

der Handy-Vertrag abgelehnt wird oder gar

das Versandhaus nur gegen Vorkasse liefert.

In den hier aufgezeigten Beispielen waren die Schufa-Auskünfte vielleicht nicht positiv, obwohl sich der Verbraucher keiner Schuld bewusst ist.



Aber selbst bei einer guten Schufa-Auskunft, also gutem „Score“ lehnen bestimmte Kreditunternehmen, Warenhäuser, etc., „Verträge mit dem Verbraucher einzugehen“ ab. Wieso? Ganz einfach: Das „kreditgebende Unternehmen“ interpretiert die vorliegenden Schufa-Daten des Verbrauchers auf ihre eigene Art. Also werden die Daten von Dritten „interpretiert“ (ausgelegt) ohne das sich der Verbraucher dagegen wehren kann, außerdem weiß er in der Regel dies nicht. Der Verbraucher kann weder dazu Stellung nehmen noch eine Erklärung abgeben.



Obwohl meine Tochter eine gute Bonität und einen guten Schufa-Score hatte, wurde ihr der Kredit abgelehnt. Selbst ein Gespräch mit dem Chef der Bank änderte daran nichts.



Die Schufa räumt selbst ein, dass es schon mal vorkommen kann, dass bei über 400 Millionen gespeicherten Daten, der eine oder andere Datensatz veraltet sein kann und somit unzutreffend ist. Schließlich werde mit Computern gearbeitet. Und wer arbeitet macht auch mal Fehler!

Der Verbraucher sollte hier schon etwas aufgeweckter sein und den Einträgen der Schufa mehr Bedeutung zu messen.
Die meisten Verbraucher interessiert wahrscheinlich nicht zu erfahren, was „Andere“ über sie wissen. Warum? Die Bedeutung des Stellenwertes der Schufa-Daten ist dem Verbraucher mit Sicherheit nicht richtig bewusst!

Dienstag, 25. Mai 2010

Schufa-Auskunft soll doch teuerer werden?

Die Schufa ist verpflichtet jährlich jedem Verbraucher auf Anforderung eine kostenlose Auskunft zu erteilen. Diese gesetzliche Regelung ist am 1. April 2010 in Kraft getreten.



Bisher verlangte die Schufa für eine Auskunft 7,80 Euro. Die Kraft des neuen Gesetzes bringt damit der Schufa nicht mehr die Geld-Erträge ein wie bisher. Aber jeder will Gewinne einfahren, wenn es geht Maximal-Gewinne. Die Schufa gehört da in jedem Fall auch dazu.

 
Also überlegten die Schufa-Gurus, wie können wir das Manko wettmachen? Wer ernsthaft und boshaft nachdenkt, der findet Lösungen.




Der Bild Zeitung zu folge liebäugelt die Schufa nun damit, die künftigen Auskünfte mit einem Preis von 18,50 Euro herauszugeben. Also mehr als das Doppelte. Wenn schon zulangen, dann aber richtig. Schließlich muss es sich lohnen.






Einen Unterschied gibt es trotzdem, sogar einen gravierenden. Schufa-Auskunft ist nicht gleich Schufa-Auskunft!! Wie so? Ganz einfach: Die Schufa erteilt zwei verschiedene Auskünfte.

 
Wenn der Verbraucher eine Selbstauskunft anfordert, dann enthält diese Auskunft nur den BASIS-Wert, der allgemein, nichts sagend und für den Verbraucher so gut wie wertlos ist.

Wenn die Partner der Schufa, wie Banken, Kreditinstitute o.a. die sachbezogene Auskunft anfordern, um vielleicht die Bonität für einen beantragten Kredit einzuholen, dann: gibt die Schufa eine völlig andere Auskunft! Diese Auskunft enthält einen sogenannten Scor-(Wert), der zwischen 0 und 100 liegt. Wobei der Wert 100 der Traumwert (den wahrscheinlich kein Verbraucher hat) ist.



Denn in den Scor-Wert fließen Daten ein, wie, Zahlungskraft/Zahlungsmoral, Kreditwürdigkeit und und und und ein.
Fakt ist, die Schufa erteilt für zwei die gleichen Anfragen, unterschiedliche Auskünfte, eine für den (Idioten und unmündigen und saudummen Verbraucher) und eine andere für die seriösen Banken und Kreditinstitute.



Verbraucherschützer kritisieren diese Praktiken schon lange! Aber wer sind schon Verbraucherschützer??



Nach Angabe der Nachrichtenagentur afp kam im vergangenen Jahr eine im Auftrag gegebene Studie des Bundesverbraucherschutzministeriums zu dem Ergebnis, dass die gespeicherten Schufa-Daten und die Daten anderer Auskunfteien zu oft falsch sind.


Es lebe die Freiheit und die Schufa! Vorwärts zu neuen unmöglichen Daten/Taten!!

Sonntag, 23. Mai 2010

Scoring-Verfahren der Schufa

Der sogenannte Score der Schufa ist sinngemäß eine Zahl zwischen eins und tausend und wird per Computer (wie sonst auch?) ermittelt. Niedriger Score ist absolut schlecht in Hinsicht auf die finanzielle Prognose des Verbrauchers. Der Verbraucher wird nicht als INDIVIDUUM eingestuft, sondern nach den Daten in einer Vergleichsgruppe.



Weil die Schufa persönliche Daten, wie fester Job und hohes Einkommen nicht speichern darf, werden diese Daten auch nicht berücksichtigt.


Merkt der Leser hier etwas?


Durchaus kann es sein, dass der Verbraucher in einem Wohnviertel zu Hause ist, wo eine hohe Arbeitslosigkeit herrscht und schon wird der Betroffene mit einem niedrigeren Score eingestuft. Toll(?) oder nicht. Der Leser möge sich folgende Metapher vor Augen halten: „Auf dem Mond landen Alliens und schauen mit dem Fernrohr auf die Erde. Diese sehen uns Menschen und sagen, auf der Erde wohnen alles Menschen. Das sind alles Menschen, die sind ALLE GLEICH, SIND ALLES MENSCHEN. Würden wir das hören würden wir sagen: EH, ich bin anders als mein Nachbar Meier und mein anderer Nachbar Schulze, ich bin ICH.






Nach diesem ALLIANS-Muster arbeitet vielleicht die SCHUFA, womöglich haben die wirklich Beziehungen zu den ALLIANS?






Der Vorgang des Scoring bei der Schufa ist meines Erachtens nicht gläsern und wird auch nicht vom Unternehmen der Schufa so einfach offen gelegt. Wer bis zum Jahr 2001 eine Eigenauskunft bei der Schufa abforderte, bei dem floss dieser Vorgang als Negativmerkmal in den Scoring-Vorgang ein. Erst nach massiven Protesten ging die Schufa von dieser Praxis ab. Es wird zwischen eigen- und branchenspezifischen Wert unterschieden. Ab dem Jahr 2007 kann der Verbraucher bei einer Eigen(Online)auskunft nur den so genannten Basis-Score-Wert als prozentuale Zahl sehen. Für die Banken ist bei Kreditentscheidungen jedoch der branchen-spezifische Score-Wert maßgebend.


Dieser Score ist kostenpflichtig für die Berechnung und kann nur über einen sehr unzugänglichen Link auf der Schufa-Website abgefordert werden.


Bei all diesem Getue und Gehabe hat der Verbraucher einen negativen Nachgeschmack im Mund.


Die Schufa will sich unter allen Umständen als das hilfreiche und verbraucherfreundliche Unternehmen darstellen und lädt deshalb zu Nachmittagen ein wie diesen: „Informationsnachmittage für Verbraucher“ oder ähnliches.






Präsentiert wird hier der verantwortungsvolle Umgang mit den Verbraucherdaten nach den Datenschutzgesetzen der Republik. Schließlich ist die Schufa seit 1927 auf dem Markt. Wer unseriös ist, kann nicht so lange bestehen, oder?






Wer sich täuschen lässt ist selbst schuld.






Interessant wäre zu mindestens eine statistische Größe(Zahl) von den Verbrauchern, die erhebliche Nachteile im wirtschaftlichen und somit persönlichen Leben jährlich erleiden, weil die Schufa ihre eigenen aufgestellten Richtlinien nicht vollkommen korrekt befolgt. Es darf angenommen werden, dass die Zahl dieser Verbraucher eine nicht zu unterschätzende Zahl sein dürfte. Aber seit 1. April 2010 hat jeder Verbraucher das RECHT, jährlich einmal eine KOSTENLOSE Schufa-Auskunft abzufordern. Der erste (Fort)Schritt ist getan. Vielleicht folgen weitere??

Montag, 10. Mai 2010

Was besagt denn die Schufa-Klausel?

Immer wenn die Bürger am Kaufgeschehen mit Vertragsbindung teilnehmen, werden diese mit der sogenannten Schufa-Klausel konfrontiert. Dies geschieht, wenn ein Kreditbegehren besteht, ein Auto-Leasing angedacht ist oder ein Handy gekauft werden soll. Hier muss sich der Bürger damit einverstanden erklären, dass die eingetragenen Daten an die Schufa weitergereicht werden dürfen. Weigert sich der Bürger, kommt in aller Regel kein gültiger Vertrag zu stande. In der Praxis wird gerade zu mit Freude dieses Einverständnis vom Bürger gegeben, denn er begehrt das Konsumgut oder den Kredit.
Es ist das Recht des Kunden auf der Streichung der Klausel zu pochen. Im Gegenzug muss der Kunde dann mit der/den Konsequenz/en dann auch leben. Im Klartext heißt dass: bei einer Kontoeröffnung zeigt sich mit unter das Kreditinstitut von seiner schmalen Seite, z. B. das der Überziehungskredit nicht gewährt wird und vielleicht auch noch andere Dienstleistungen versagt werden, keine Eurocard oder Kundenkarte. Der Bürger erweckt bei der Negierung der Schufa-Klausel nicht den besten Eindruck und sammelt hier schon "Minuspunkte" ehe die Vertragsbeziehung richtig begonnen hat. Schufa-Klausel ist ein sensibles Thema im Finanzverkehr!!

Was speichert die Schufa von uns?

Zu mindest werden viele persönliche Daten über uns gespeichert. Dazu gehören: voller Name, Geburtsdatum und -ort. Jetzige und einstige Wohnanschriften. Daten von Girokonten und Kreditkarten. Leasing- und Kreditverträge mit monatlicher Rate und Laufzeit. Ebenso die Daten bei vorschneller Erledigung dieser. Forderungen die fällig sind aber noch unbezahlt. Der Missbrauch von Giro-, Kreditkarten und Kreditkonten.

Daten, die den Familienstand, den Arbeitgeber, das Einkommen, das Guthaben oder sonstige Vermögensverhältnisse darstellen dürfen von der Schufa nicht gespeichert werden.

Für die Schufa ist auch interessant, wie wir einkaufen. So z. B. wie wir unsere bestellten Waren bezahlen, mit Überweisung oder per Rechnung.

Die Schufa hat mehrere Tausend Vertragspartner, die ihr zu arbeiten. Auch Daten aus den öffentlichen Schuldnerverzeichnissen der Amtsgerichte macht sich die Schufa zu nutze.

Die Schufa sagt selbst über sich:"Wir kennen nur die Informationen, die etwas über ihre Vertragstreue aussagen".

Der Volksmund glaubt oft, dass nur Bürger in der Schufa erfasst sind, die sich im Kreditverkehr im weitesten Sinne sich etwas zu Schulden haben kommen lassen. Ha, Ha, Ha,.....

Informationen können negativ oder positiv sein, und damit zum Nachteil oder zum Vorteil gereichen.

Dienstag, 4. Mai 2010

Was ist die Schufa?

Die Schufa (Schutzgemeinschaft für Allgemeine Kreditsicherung) ist eine Holding Aktiengesellschaft (AG) von ihrer Form her.
Als Gemeinschaftseinrichtung der kreditgebenden Wirtschaft gehören ihr an:
mehr als 35% der Spezialdreditinstitute
fast 25% der Sparkassen
knapp 20% der Privatbanken
knapp 14% Handel und Andere
und
knapp 8% Genossenschaftsbanken.

Sie erteilt Wirtschaftsauskünfte, um den Kreditverkehr des Landes transparenter zu gestalten, und Kreditgeber jeglicher Art vor finanziellen Schäden und Sich SELBST zu Schützen.

Das Anliegen und die Gründungsidee ist sehr sehr seriös gewesen und sehr ehrenswert, um ehrlichen, fairen wirtschaftlichen Verkehr und Wettbewerb innerhalb des Staatsgebäudes zu ermöglichen.

In der Geschichte wurden so manche Institutionen aus ehrenvoller Absicht gegründet. Dann haben sie sich sterben über die Jahre des Bestehens hinweg von ihren ursprünglich ehrwürdigen Absichten und Zwecken mehr und mehr entfernt.

In der Bevölkerung leidet das Image der Schufa in den Letzten Jahren mehr und mehr. Ob es der Realität entspricht oder ungerechtfertigt ist,kann nur das "Praktische Leben" beantworten. Wie Sagt der Philosoph DOCH?: "Die Praxis ist das Kriterium der Wahrheit!"

Glauben wir den Angaben der Schufa, so verfügt sie über ca. 407 MILLIONEN von Einzeldaten von rund 65 Millionen Personen und Bürger in Deutschland.

Das lasst den Schluss zu, dass. .. JEDER Bürger, der geschäftsfähig ist und am Wirtschaftsverkehr teilnimmt, in der Schufa gespeichert ist.

Ausser der Schufa GIBT ES weitere Wirtschaftsauskunftteien WIE: Creditreform, CEG oder arvato infoscore usw. .